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Aktuelles October 22, 2026

Neues Projekt zur Unterstützung der Menschen und des Gesundheitssystems im Krieg

Medizinische, psychologische und soziale Unterstützung für Menschen, Hilfe für Mitarbeitende der medizinischen Notfallversorgung und die Stärkung lokaler Gesundheitseinrichtungen stehen im Mittelpunkt eines neuen Projekts, an dem „100% LIFE“ beteiligt ist. Die Umsetzung läuft von Juli 2026 bis Juni 2028.

Der Krieg erschwert den Zugang zu medizinischen Leistungen und erhöht die Belastung der Fachkräfte, die täglich Menschen versorgen. Besonders stark betroffen sind ländliche und frontnahe Gemeinden. Das neue Projekt verbindet direkte Hilfe für die Bevölkerung mit der Stärkung des lokalen Gesundheitssystems und der Unterstützung von Gesundheitsfachkräften.

Die Projektaktivitäten umfassen die Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja, Sumy, Kyjiw und Poltawa. Einzelne Maßnahmen, darunter Schulungen für Leitstellendisponentinnen und -disponenten sowie psychologische Unterstützung für Fachkräfte, werden landesweit umgesetzt.

Medizinische Versorgung und psychosoziale Unterstützung

Im Rahmen des Projekts wird ein mobiles medizinisches Team Leistungen der medizinischen Primärversorgung und psychosozialen Unterstützung anbieten.

Die von Patientinnen und Patienten für Patientinnen und Patienten gegründeten 100% LIFE-Kliniken in Kyjiw und Poltawa werden Frauen und Männer im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit medizinisch versorgen.

Patientinnen und Patienten können ärztliche Beratung, diagnostische Untersuchungen und Laboruntersuchungen sowie Tests auf HIV, Virushepatitis und Syphilis in Anspruch nehmen. Darüber hinaus erhalten sie Zugang zu psychologischer Unterstützung. Besonderes Augenmerk gilt der Hilfe für Menschen, die geschlechtsspezifische Gewalt erfahren haben.

Informationen zu den konkreten Leistungen, den Standorten und den Zugangsmöglichkeiten werden gesondert veröffentlicht.

Stärkung der medizinischen Notfallversorgung

Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung und Einführung standardisierter Protokolle für die Notrufbearbeitung und Einsatzdisposition sowie die Schulung des zuständigen Leitstellenpersonals. Diese Maßnahmen sollen die Arbeit der medizinischen Notfalldienste verbessern.

Für Mitarbeitende der Rettungsdienste, Rettungsfachpersonal und Ersthelfende sind Schulungen zur Selbstfürsorge und zur Förderung der psychischen Gesundheit vorgesehen. Gesundheitsfachkräfte in der medizinischen Notfallversorgung können nach dem Start der entsprechenden Angebote auch psychologische Beratung online und telefonisch erhalten.

Unterstützung lokaler Gesundheitseinrichtungen

Das Projekt sieht die Beschaffung und Lieferung von Ausrüstung, Medizinprodukten und Verbrauchsmaterialien an ländliche Gesundheitsstationen und weitere medizinische Einrichtungen in frontnahen und angrenzenden Gebieten vor. Ländliche Gesundheitseinrichtungen erhalten zudem Hygieneprodukte und Desinfektionsmittel.

Für das Personal sind Schulungen zur Infektionsprävention und -kontrolle sowie zur Erkennung von Schutzrisiken geplant. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Burnout-Prävention für Mitarbeitende ländlicher und frontnaher Gesundheitseinrichtungen.

Das gemeinsame Ziel dieser Maßnahmen ist es, Menschen den Zugang zur benötigten Unterstützung zu erleichtern und die Fachkräfte und Einrichtungen zu stärken, die diese Versorgung in den Gemeinden ermöglichen.

Neuigkeiten zur Projektumsetzung, verfügbare Leistungen, Kontaktdaten und Informationen zur Teilnahme an Schulungen werden auf der Website und in den sozialen Medien von „100% LIFE“ veröffentlicht.

Über das Projekt

Vollständiger Projekttitel: „Umfassende Gesundheitsversorgung, medizinische Notfallversorgung, psychosoziale Unterstützung und Schutz für die vom Krieg betroffene Bevölkerung in der Ukraine durch die Stärkung des lokalen Gesundheitssystems“.

Projektlaufzeit: 1. Juli 2026 — 30. Juni 2028.

Das Projekt wird von „100% LIFE“ in Partnerschaft mit Johanniter als Teil eines Konsortiums mit action medeor umgesetzt. Es wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland (GFFO) gefördert und von Aktion Deutschland Hilft (ADH) kofinanziert. Weitere Projektpartner sind ELEOS Ukraine, UK-Med, INTERSOS und Mission Kharkiv.