
Aber AIDS 2026 stellte sehr klar eine andere Frage: Wer wird Zugang zu diesen Innovationen erhalten?
Denn wenn Durchbrüche nur in wissenschaftlichen Publikationen, klinischen Studien oder für Länder existieren, die den höchsten Preis zahlen können, verändern sie das Leben der Menschen dort nicht, wo der Bedarf am größten ist.
Für 100% LIFE ist dieses Thema nicht neu. Zugang zu Behandlung war immer eine politische, rechtliche und Community-Frage. Es ist ein Kampf gegen pharmazeutische Monopole, Patentbarrieren, überhöhte Preise, ungleichen Zugang und fehlende Generika-Konkurrenz.
Genau deshalb dürfen Communities nicht nur Empfänger von Behandlung sein. Sie müssen an Verhandlungen, Advocacy, Patentverfahren und der Gestaltung von Politiken beteiligt sein.
Auf der AIDS 2026 haben wir uns erneut überzeugt: Die Zukunft der HIV-Antwort liegt nicht nur in neuen Medikamenten. Sie liegt darin, dass diese Medikamente für Menschen zugänglich sind.
Wissenschaft muss Leben retten. Und Zugang muss vom ersten Tag an Teil von Innovation sein.
Zur Information: Die IAS berichtet, dass 95% der Teilnehmenden in PURPOSE 1 und PURPOSE 2 chose to continue lenacapavir, und hebt außerdem once-weekly oral islatravir/lenacapavir als potenziell erste vollständige once-weekly oral HIV treatment hervor. In dem Material wird auch die Position des brasilianischen Gesundheitsministers zitiert: “Innovation without access is not an innovation. It is an injustice.”